Vorträge 2020

25.01.2020

Neumondtreffen mit Vortrag "2020 - Was ist los am Himmel"

Zu den Neumondtreffen öffnen wir die Sternwarte und laden Sie zu Himmelsbeobachtungen ein. Diese können aber nur bei klarem Wetter stattfinden. Kurzfristig können Sie hier das Wetter abrufen:  HR-Wetter.
In jedem Fall findet aber auch ein Vortrag statt, der Sie in die Welt der Astronomie "entführen" soll. Das neue Jahr beginnen wir mit einem Vortrag von Astrophysiker Walter Gröning, der mit seiner Präsentation "2020 - Was ist los am Himmel?" die zu erwartenden astronomischen Ereignisse für das laufende Jahr erörtern wird. Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder & Jugendliche 3 Euro.

 
22.02.2020
 
Neumondtreffen mit Vortrag "Exoplaneten"

Die bisher entdeckten über 4000 extrasolaren Planeten sind häufig mehrere hundert Lichtjahre entfernt. Wie ist es möglich, so weit entfernte Planeten zu finden? Welche Erkenntnisse über die Verhältnisse auf diesen Planeten kann man aus den Beobachtungen ziehen? Mit diesen und weiteren Fragen zum Thema Planeten außerhalb unseres Sonnensystems beschäftigt sich Reinhard Braden ab 19:30 Uhr.


Hypothetische Planetenbahnen und ferne Sonnen. Illustration: NASA

Blick ins All - Simeis 147

Der Jahreswechsel bescherte einen wunderbaren Sternenhimmel im Vogelsberg, während es oft in den benachbarten Niederungen dunstig oder neblig-trüb blieb. Am 1. Januar 2020 gelang Walter Gröning eine Aufnahme von dem Supernovarest "Simeis 147". Vor ca. 50.000 Jahren explodierte hier (im Sternbild Fuhrmann/Stier) ein Stern. Die Explosionswolke ist heute deutlich als "Blase" erkennbar, die sich weiterhin ausdehnt, bis sie sich in ferner Zukunft komplett auflösen und mit dem interstellaren Medium vermischen wird.

 Simeis 147

Größer

Während der Explosion hat sich offensichtlich ein Pulsar (schnell rotierender Neutronenstern) gebildet. Wegen seines Aussehens wird S 147 auch "Spaghetti-Nebel" genannt. Gröning belichtete den Nebel ca. 4,5 Stunden (55 x 5 Minuten) und benutzte einen H-Alpha Filter, so dass wir hier nur den Wasserstoff erkennen. Da dieses Objekt für astronomische Objekte recht groß ist wurde ein Porträtobejktiv von Sigma benutzt (Sigma ART 135 1,8), welches minimal auf Blende 2,2 abgeblendet wurde. Ferner wurde das Obejktiv über einen speziellen Adapter an eine gekühlte Astrokamnera (ZWO ASI 1600 MMPro) inkl. Filterrad angeschlossen. Die Kamera wurde auf -20°C gekühlt, um rauschärmere Einzelbilder zu erlangen. In den nächsten Woche soll nun versucht werden Simeiz 147 in Farbe darzustellen. Dazu sind noch viele zusätzlich Aufnahmen in anderen Spektralbereichen notwendig.